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Meerschweinchen
Sie sind die idealen Hausgenossen für Stadtwohnungen,
benötigen z.T. verhältnismäßig wenig Platz,
verhalten sich ruhig und bedürfen nicht der Genehmigung des
Vermieters. Trotz alledem sollte man sich darüber im Klaren
sein, dass man auch hier die Verantwortung für das Wohlergehen
des Tieres übernimmt.
Gerade bei Meerschweinchen gibt es eine Reihe von
ausgefallenen Zuchtformen, die man als Qualzüchtung bezeichnen
muss, daher sollte man auf die Anschaffung eines solchen Tieres
verzichten. Meerschweinchen sind tagaktive, gesellige Tiere und
werden durchschnittlich 6-8 Jahre alt. Da Meerschweinchen ein
stark ausgeprägtes Sozialverhalten aufweisen, sollten diese
Tiere nie in Einzelhaltung leben.
Zwei Tiere sind daher die Mindestanforderung, eine
Gruppe von einem kastrierten Böckchen und 3-4 Weibchen wäre
optimal. Erwachsene Tiere, die sich noch nicht kennen, sollten
sehr behutsam aneinandergewöhnt werden, am besten hält
man sie anfangs getrennt, aber mit Sichtkontakt und führt
sie anschließend auf neutralem Gebiet zusammen.
Jagen und kleinere Raufereien, sowie Brummseln und
besteigen dient der Herstellung der Rangordnung. Hierbei sollte
auf keinen Fall eingegriffen werden. Ein Trennen der Tiere ist
erst notwendig, wenn die Tiere stark aggressives Verhalten zeigen,
das heißt, dass die Tiere sich ineinander verbeißen
oder so doll gepiesackt wird das Blut fließt! Wird ein Pärchen
zusammengehalten, sollte in jedem Fall das Männchen vorher
kastriert werden und eine Kastrationsquarantäne von mindestens
4 Wochen eingehalten wird, besser wären 6. Unter Weibchen
ist die Rangordnung schnell hergestellt. Auch mehrere Männchen
vertragen sich mit einigen Tricks untereinander, sofern sie sich
von klein auf kennen und kein Weibchen in der Gruppe oder in der
Nähe ist.
Da Meerschweinchen bewegungsaktive Tiere sind, benötigen
Sie einen entsprechend großen Käfig, die im Handel
angebotenen sind sehr oft zu klein. Zwei Tiere sollten eine Fläche
von 1m² zur Verfügung haben, hierbei muss die Fläche
nicht ebenmäßig sein, sondern kann durch Etagen erreicht
werden. Trotzdem täglich mehrstündiger Auslauf muss
gewährleistet sein.
Bei Käfigen gilt aber immer: Je größer, desto
besser! Gern genießen sie die Sicht von erhöhten Plätzen
aus. Kunststoffbehälter oder Aquarien sind aufgrund der fehlenden
Luftzirkulation abzulehnen. Als Einstreu empfiehlt sich das im
Handel übliche saugfähige Heimtierstreu. Heu wird als
Futtermittel benötigt, nicht als Einstreu.
Nicht geeignet sind, Sägemehl, Torf, Hobelspäne
(der Staub führt zu Augenreizungen bzw. Atemwegserkrankungen)
Sauberkeit ist für das Wohlbefinden des Tieres sehr wichtig,
daher sollte mindestens einmal wöchentlich das Einstreu gewechselt
werden. Neben der Grundausstattung mit Schlafhäuschen, Heuraufe,
Futternapf, Trinkflasche, sollten dem Tier auch Klettermöglichkeiten
und Verstecke geboten werden. Da es sehr geräuschempfindliche
und schreckhafte Tiere sind, gehört der Käfig an einen
hellen, zugluftfreien, ruhigen Ort. Schön ist es für
die Tiere selbstständig den Käfig verlassen und aufsuchen
zu können, dieser also nicht so erhöht steht ohne mit
einem Trittbrett oder ähnlichen mit dem Boden verbunden zu
sein. Außerdem sollte der Käfig nicht am Fenster, nicht
direkt neben dem Heizkörper, da die Temperatur ca.18-20 Grad
Celsius betragen soll, stehen.
Für den Auslauf der Tiere sollte die Wohnung
meerschweinchensicher gemacht werden, das bedeutet Kabel, giftige
Pflanzen, andere Tiere und sonstige Gefahrenquellen sollten beseitigt
werden.
Die Tiere können wunderbar das ganze Jahr draußen
gehalten werden. Hierbei muss auf eine isolierte Behausung, die
durch eine gewisse Höhe vor Bodenfrost geschützt ist,
geachtet werden und die Tiere sollten an die Temperaturen gewöhnt
sein, also schon im Sommer und Herbst draußen gelebt haben
, um ein dementsprechendes Winterfell zu bekommen.
Wer den Tieren auch bei Wohnungshaltung ein besonderes Vergnügen
bescheren will, kann die Tiere im Sommer durchaus mit langsamer
Gewöhnungsphase im Grünen halten und im Winter wieder
in die Wohnung holen. Oder man setzt die Meerschweine bei geeignetem
Wetter für einige Stunden in einen Auslauf zum "Rasenmähen.
Der Stellplatz muss trocken und frei von Dünge- bzw. Pflanzenschutzmitteln
sein. Das Gehege sollte nach oben vor Katzen, Hunden und Greifvögeln
geschützt sein. Schattenspender müssen vorhanden sein.
Die Schreckhaftigkeit der Tiere wurde bereits angesprochen, deshalb
sich nur langsam dem Käfig oder Gehege nähern, nicht
gleich nach dem Tier greifen, es erst ansprechen, behutsam aus
der Hand füttern, dann werden sie schneller zahm, nicht fallen
lassen, selbst Stürze aus geringer Höhe sind gefährlich
und haben oft Knochenbrüche zur Folge.
Sie sind Pflanzenfresser, ernähren sich sowohl
von frischen, als auch trockenen Pflanzenteilen. Heu bildet die
Grundlage der gesunden Ernährung. Zusätzlich sollte
Frischfutter gefüttert werden. Hierzu eignen sich folgende
Gemüsesorten bestens: Fenchel, Möhren (Möhrengrün
darf verfüttert werden, aber selten wegen des hohen Kalziumgehaltes),
Gurken (Meeries Lieblingsspeise), Paprika, frischer Mais (nur
sehr selten, macht dick)gern auch Maisblätter, Tomaten (ohne
Grün, giftig!), Topinambur (Knolle und Blätter), Kürbis,
Broccoli, Blumenkohl, Grünkohl, Sellerie (Stangen- und Knollensellerie
mit Blättern), rote Beete, Radischenblätter und Zucchini.
Obst sollte rationierter gefüttert werden also nur jeden
zweiten Tag, hier eignen sich: Äpfel, Bananen, Weintrauben
(ohne Kern), Orangen und Mandarinen (sehr wenig), Birnen, Kiwi
und Melonen.
Auch verschiedene Beeren sind zum Verfüttern
geeignet, immer nur eine Beere pro Tag, gegeben werden können:
Erdbeeren (nur ein viertel), Johannisbeeren; Heidelbeeren, Stachelbeeren,
Himbeeren und Brombeeren. Bei allem , dem Tier noch unbekannten,
langsam kleine Portionen füttern, so dass es nicht zu Durchfall
kommt.
Stark wasserhaltiges Gemüse wie Gurke, Salat
oder Tomate sollte nur gering verfüttert werden. Von dem
Verfüttern von Steinobst möchten wir eher abraten, es
führt häufig in Verbindung mit Wasser zu starken Blähungen
oder Durchfall. Kein Grünfutter am Straßenrand sammeln,
wegen der Abgasbelastung. Grünfutter niemals angewelkt verfüttern,
rufen Gärungsprozesse hervor, daher auch keine Kohlsorten
füttern. Mit den kleinen Kotbällchen, die das Tier hin
und wieder aufnimmt, versorgt es den Körper mit Vitaminen,
die von den Darmbakterien während des Verdauens gebildet
werden. Die Zähne des Meerschweinchens wachsen ständig
nach und müssen daher durch Nagen an harten Gegenständen
abgenutzt werden. Ungespritzte Zweige von Obstbäumen (außer
Bäume von Steinobst, wie Kirsche, Pflaume oder andere), Weiden
und Buchen eignen sich hierfür hervorragend.
Das zu kaufende Trockenfutter, sowie alle Sorten
von Leckerlies haben nichts auf dem Speiseplan eines Meerschweinchens
zu suchen. Es enthält schädliche Stoffe, wie Zucker
und Getreide und ist bei einer abwechslungsreichen gesunden Meerschweinchenkost
nicht notwendig, sondern schadet eher! Knabberstangen dienen trotz
ihres Namens nicht dem Zahnabrieb! Salzlecksteine und Nagervitamine
sind in jeglichen Formen unnütz und dienen dem Verkäufer,
aber nicht der Gesundheit der Tiere. Gerade eine zu hohe Aufnahme
von Salzen kann zu starken Stoffwechselstörungen führen.
Möchten sie nun doch nicht ganz auf trockenes
in ihrem Napf verzichten, so kaufen sie doch bitte Kräuter,
getrocknetes Obst und Gemüse, sowie alle arten von Pellets
mit einem hohen Rohfasergehalt und mischen sich so ihr eigenes
Trockenfutter. Von diesem sollte dann einmal täglich 1EL
verfüttert werden, nicht mehr! Folgende Kräuter eignen
sich und gehören auf den Speiseplan ihrer Meerschweinchen:
Brennnesselkraut, Brombeerblätter, Dill, Gänseblümchen,
Haselnussblätter, Hirtentäschelkraut, Johannisbeerblätter,
Kamille, Kornblumenblüten, Löwenzahnwurzel mit Kraut,
Melisse, Petersilie, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten,
Sauerampferkraut, Schafgarbe, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerrichkraut,
Vogelmiere.
Ein gesundes Meerschweinchen hat ein glänzendes
Fell, ist wohlgenährt, lebhaft, neugierig und hat einen guten
Appetit. Augenränder, Nasen- oder Ohrenöffnungen sind
nicht verklebt. Verunreinigungen in der Aftergegend weisen auf
eine Durchfallerkrankung hin. Die Krallen sollen kurz sein und
die Gelenke keine Verdickungen aufweisen. Bei feuchter oder unsauberer
Einstreu können sich Geschwüre an den Fußsohlen
bilden. Da die Tiere sich selbst putzen, sollen sie auf keinen
Fall gebadet werden. Eine vierteljährliche Kontrolle beim
Tierarzt, wo die Krallen gekürzt und die Zähne kontrolliert
werden, ist empfehlenswert.
Zwergkaninchen
Zwerg- und Hauskaninchen stammen vom europäischen
Wildkaninchen ab. Obwohl die Zwergkaninchen auch als ,,Zwerghasen"
bezeichnet werden, haben sie nichts mit dem Feldhasen gemein.
Sie können sich mit diesem auch nicht verpaaren.
Kaninchen sind Rudeltiere und haben ein stark ausgeprägtes
Sozialverhalten, somit ist eine Einzelhaltung ohne Artgenossen
ausgeschlossen. Als Paare eignen sich ein kastriertes Böckchen
mit einem oder mehreren Weibchen oder auch zwei kastrierte Böckchen.
Kaninchen werden auch bei Paarhaltung schnell handzahm.
Am besten umfasst man das Kaninchen seitlich mit
beiden Händen oder greift mit einer Hand an der Genickfalte
und unterstützt den Körper mit der zweiten Hand unter
dem Bauch. Heben Sie das Kaninchen nie an den Ohren hoch! Es ist
sehr schreckhaft, neigt zum Beißen, Kratzen (vorwiegend
Weibchen) da sie aufgrund von Scheinschwangerschaft oft aggressiv
werden. Dann verteidigen sie auch ihren Stall. Ein Angriff erfolgt
immer nach vorn, weil kein Hinterausgang vorhanden ist. Unkastrierte
Rammler markieren ihr Revier mit Urin. Bei Angst oder Aufregung
klopfen Kaninchen mit den Hinterläufen kräftig auf den
Boden. In so einem Fall sollte man sich dem Tier behutsam nähern
und ruhig mit ihm sprechen, bevor man es anfasst oder nach ihm
greift.
Die Tiere sind empfindlich gegen Hitze (in der Natur
Höhlenbewohner). Da Krallen und Zähne ständig wachsen,
ist eine regelmäßige Kontrolle durch den Tierarzt unerlässlich.
Kaninchen sind Pflanzenfresser, ernähren sich sowohl von
frischen, als auch trockenen Pflanzenteilen. Heu bildet die Grundlage
der gesunden Ernährung. Zusätzlich sollte Frischfutter
gefüttert werden. Hierzu eignen sich folgende Gemüsesorten
bestens: Fenchel, Möhren (Möhrengrün darf verfüttert
werden, aber selten wegen des hohen Kalziumgehaltes), Gurken (Meeries
Lieblingsspeise), Paprika, frischer Mais (nur sehr selten, macht
dick)gern auch Maisblätter, Tomaten (ohne Grün, giftig!),
Topinambur (Knolle und Blätter), Kürbis, Broccoli, Blumenkohl,
Grünkohl, Sellerie (Stangen- und Knollensellerie mit Blättern),
rote Beete, Radischenblätter und Zucchini. Obst sollte rationierter
gefüttert werden also nur jeden zweiten Tag, hier eignen
sich: Äpfel, Bananen, Weintrauben (ohne Kern), Orangen und
Mandarinen (sehr wenig), Birnen, Kiwi und Melonen.
Auch verschiedene Beeren sind zum Verfüttern
geeignet, immer nur eine Beere pro Tag, gegeben werden können:
Erdbeeren (nur ein viertel), Johannisbeeren; Heidelbeeren, Stachelbeeren,
Himbeeren und Brombeeren. Bei allem , dem Tier noch unbekannten,
langsam kleine Portionen füttern, so dass es nicht zu Durchfall
kommt.
Stark wasserhaltiges Gemüse wie Gurke, Salat
oder Tomate sollte nur gering verfüttert werden. Von dem
Verfüttern von Steinobst möchten wir eher abraten, es
führt häufig in Verbindung mit Wasser zu starken Blähungen
oder Durchfall. Kein Grünfutter am Straßenrand sammeln,
wegen der Abgasbelastung. Grünfutter niemals angewelkt verfüttern,
rufen Gärungsprozesse hervor, daher auch keine Kohlsorten
füttern. Mit den kleinen Kotbällchen, die das Tier hin
und wieder aufnimmt, versorgt es den Körper mit Vitaminen,
die von den Darmbakterien während des Verdauens gebildet
werden. Wie schon erwähnt wachsen die Zähne der Kaninchenständig
nach, so dass diese durch Zweige und Heufressen abgenutzt werden
müssen.
Ungespritzte Zweige von Obstbäumen (außer
Bäume von Steinobst, wie Kirsche, Pflaume oder andere), Weiden
und Buchen eignen sich hierfür hervorragend.
Das zu kaufende Trockenfutter, sowie alle Sorten von Leckerlies
haben nichts auf dem Speiseplan eines Kaninchens zu suchen. Es
enthält schädliche Stoffe, wie Zucker und Getreide und
ist bei einer abwechslungsreichen gesunden Kaninchenkost nicht
notwendig, sondern schadet eher! Knabberstangen dienen trotz ihres
Namens nicht dem Zahnabrieb! Salzlecksteine und Nagervitamine
sind in jeglichen Formen unnütz und dienen dem Verkäufer,
aber nicht der Gesundheit der Tiere.
Gerade eine zu hohe Aufnahme von Salzen kann zu
starken Stoffwechselstörungen führen. Möchten sie
nun doch nicht ganz auf trockenes in ihrem Napf verzichten, so
kaufen sie doch bitte Kräuter, getrocknetes Obst und Gemüse,
sowie alle arten von Pellets mit einem hohen Rohfasergehalt und
mischen sich so ihr eigenes Trockenfutter. Von diesem sollte dann
einmal täglich 1EL verfüttert werden, nicht mehr! Folgende
Kräuter eignen sich und gehören auf den Speiseplan ihrer
Kaninchen: Brennnesselkraut, Brombeerblätter, Dill, Gänseblümchen,
Haselnussblätter, Hirtentäschelkraut, Johannisbeerblätter,
Kamille, Kornblumenblüten, Löwenzahnwurzel mit Kraut,
Melisse, Petersilie, Pfefferminzblätter, Ringelblumenblüten,
Sauerampferkraut, Schafgarbe, Sonnenblumenblüten, Spitzwegerrichkraut,
Vogelmiere. Es muss stets frisches Wasser zur Verfügung stehen.
Der Trinknapf ist das natürlichste und beugt
Fehlhaltungen des Kopfes beim Trinken vor. Für Kaninchen
gilt, wie für Meerschweinchen auch, niemals das Futter abrupt
umstellen!
Kaninchen nehmen regelmäßig Kot vom After auf. Das
ist keine Unart, sondern dient der Versorgung mit lebenswichtigen
Vitaminen. Stören sie ihr Tier bitte nie dabei.
Die im Handel angebotenen Käfig sind viel zu klein. Zwei
Kaninchen sollten min. 3m² zur Verfügung haben, diese
Fläche muss nicht ebenmäßig sein, sondern kann
durch zwei aufeinander stehende Käfige oder Etagen erreicht
werden.
Dazu benötigen die Kaninchen jede Menge Auslauf,
ein oder zwei Stunden am Tag sind nicht ausreichend. Für
Kaninchen lassen sich auch schöne Wohnungsgehege mit wenig
Aufwand bauen. Die Höhe sollte min 50 cm betragen, damit
die Tiere ohne Probleme Männchen machen können. Als
Einstreu sollte die handelsübliche Kaninchenstreu oder Stroh
verwendet werden. Katzenstreu, Sägemehl, Blumenerde oder
Papier ist nicht geeignet. Auch Heu ist kein Einstreumaterial,
da es das Hauptnahrungsmittel der Kaninchen darstellt. Die Einstreu
muss mindestens einmal wöchentlich komplett gewechselt werden,
in den "Toilettenecken" sogar täglich.
Auch wenn man Kaninchen einiges wegerziehen kann,
z.B. das Nagen an Tapeten oder Schränken, sollte die Wohnung
für das Auslauf kaninchensicher gemacht werden, dass heißt:
Kabel, giftige Pflanzen, andere Tiere usw. werden außer
Reichweite der Kaninchen gebracht.
Da Kaninchen neugierige, bewegungsaktive und intelligente Tiere
sind, sollte man ihnen einen abwechslungsreichen Stall bieten.
(Baumstämme zum Klettern, Rohre zum Durchlaufen
usw.)
Kaninchen können ebenso wie Meerschweinchen, ganzjährig
draußen gehalten werden, Voraussetzung hierfür ist
ein warmer, trockener Stall auf Beinen aufgestellt, als Unterschlupf,
außerdem sollte die Gewöhnung ab Sommer stattfinden,
damit sich das Fell entsprechend entwickeln kann. Bei Freilandhaltung
ist Impfschutz gegen Chinaseuche und Myxomatose dringend erforderlich.
Ist das Tier erkrankt, sollte in jedem Fall ein Tierarzt zu Rate
gezogen werden.
Ratten
Haltung von Ratten
Da Ratten erst abends aktiv werden, sind sie nicht für Kinder
geeignet, eher für
berufstätige Menschen, die sich nach Feierabend mit ihnen
beschäftigen. Eine artgerechte Haltung allerdings ist in
der Wohnung kaum möglich. In der Regel findet die Ratte kaum
Gelegenheit, ihrem Lauf- und Kletterbedürfnis im Käfig
nachzukommen. Durch intensive Beschäftigung in den Abendstunden
kann man diesen Mangel zwar etwas ausgleichen, dennoch sollte
der Tierfreund überlegen, ob er ein Tier halten will, dessen
Bedürfnissen er nicht gerecht werden kann.
Ratten haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten, leben in Großfamilien
u. sollten mindestens zu zweit gehalten werden. Ihre Gruppenmitglieder
erkennen sie am Duft. Fremde Artgenossen werden daher als Eindringlinge
bekämpft. Um heftige Auseinandersetzungen zu vermeiden, sollte
man die Tiere bereits als Jungtiere zusammensetzen.
Die Lebenserwartung einer Ratte ist sehr kurz und
liegt bei ca. 2-3 Jahren. Die Tiere haben einen Wach-Ruhe- Rhythmus
von ca. 2-4 Stunden. Ihre Haupt-Aktivitätszeiten liegen in
den Abend- und Nachtstunden. Tagsüber schlafen sie die meiste
Zeit.
Bei täglicher Beschäftigung werden mehrere
Tiere genau so zahm, wie ein Einzel-Tier. Bitte fragen Sie erst
im Tierheim nach, bevor Sie einen Zoo-Fachhandel aufsuchen. Bitte,
achten Sie bei der Anschaffung darauf, dass es Tiere gleichen
Geschlechts sein sollten, weil sich die Tiere ansonsten innerhalb
kurzer Zeit rapide vermehren. Erwachsene Weibchen sind untereinander
verträglicher, als Männchen.
Für die bewegungsfreudigen Tiere sind die handelsüblichen
Käfige in der Regel zu klein, zumal im Handel keine speziell
auf die Bedürfnisse von Ratten zugeschnittene Heimtierkäfige
zu erhalten sind. Es bietet sich daher an, große Streifenhörnchen-
oder Papageienkäfige zu verwenden, evtl. mehrere Käfige
miteinander so verbinden, dass mehrere Etagen zum Klettern vorhanden
sind. Die Käfigeinrichtung sollte unbedingt Möglichkeiten
zum Klettern, Verstecken, Schlafen sowie ein Platz zum Aufrichten,
Spielen und Nagen (dafür eignen sich ungespritzte Äste)
bieten. Als Schlafplatz eignen sich Meerschweinchenhäuser
aus Plastik (Holz wird abgenagt u. schimmelt). Im Baumarkt erhalten
Sie dunkle Röhren, die man als Gangsysteme anordnen kann
u. die den Tieren als Versteck dienen. Klettertaue und eine große
Schale mit Vogelsand zum Graben sorgen für Abwechslung. Auf
Laufräder sollte gänzlich verzichtet werden, wegen der
Verletzungsgefahr ihrer Schwänze.
Als Trinkflasche eignet sich eine ca. 15 cm über
dem Boden aufgehängte Nippeltränke. Futterschalen sollte
aus Keramik oder Glas, jedoch kippsicher sein, falls die Ratte
sich auf den Rand setzt.
Als Einstreu empfiehlt sich das im Handel erhältliche
Heimtierstreu. Auf Sägemehl, Torf oder Hobelspäne sollte
wegen erhöhter Staubgefahr verzichtet werden. Auch Zeitungspapier
ist wegen der Druckerschwärze ungeeignet. Staub führt
zu Augenreizungen und Atemwegserkrankungen.
Für die Schlafstätte eignet sich Heu,
Stroh oder Zellstoff. Mindestens einmal pro Woche sollten Einstreu
u. Nistmaterial erneuert u. die Näpfe gründlich gesäubert
werden.
Ratten sind bei Lärm stark Stress gefährdet,
deshalb sollte der Käfig an einem ruhigen, trockenen, zugluftfreien
Ort, leicht erhöht, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt
wird, stehen. Die Raumtemperatur sollte 18-23 Grad betragen.
Man fasst mit einer Hand unter den Bauch und hält
die andere schützend über den Rücken des Tieres.
Auf keinen Fall aber darf eine Ratte am Schwanz angehoben werden,
weil dies sehr unangenehm für das Tier ist u. die empfindliche
Schwanzhaut nicht geeignet ist, das gesamte Körpergewicht
zu tragen.
Heimtierratte sind Gemischtköstler u. ernähren
sich vorwiegend vegetarisch. Eine gesunde u. ausgewogene Kost
ist daher äußerst wichtig. Gefüttert wird am späten
Nachmittag oder am frühen Abend. Das Grundfutter besteht
aus verschiedenen Flocken, Körnern, Nüssen u. ölhaltigen
Sämereien (Trockenfuttermischung) Auch Alleinfutter in Form
von Pellets (erhältlich im Zoofachhandel) Ungefähr 1/3
der Tagesration sollte aus frischen Leckerbissen, wie verschiedenen
Obstsorten (keine Zitrusfrüchte) Gemüsesorten u. Grünzeug
( Salat, Löwenzahn, Gänseblümchen )bestehen. Niemals
angewelkt u. nicht vom Straßenrand. Sich im Darmtrakt bildende
Gase, auch durch Kohlsorten, rufen Gärungsprozesse hervor,
daher darauf verzichten! Als Obst bieten sich Äpfel, Birnen,
Bananen, Weintrauben, Tomaten, Karotten, Blatt- u. Feldsalat,
Futterrüben u. Gurken an. Das Futter muss frei von Pestizidrückständen
sein und
Beim Füttern Raumtemperatur haben. Weitere Leckerbissen sind
Mehlwürmer, Quark, Joghurt, Käse u. hart gekochte Eier
mit Schale. Auch hin u. wieder Zwieback, Knäckebrot, Nüsse
m. Schale (keine Mandeln,keine Paranüsse) gekochte Nudeln
u. Reis (bitte nur in sehr kleinen Mengen, führen zu Übergewicht)
Um die ständig nachwachsenden Zähne abnutzen
zu können, sind hartes Brot und ungespritzte Zweige von Obstbäumen,
Weiden u. Buchen geeignet.
Für jeden Tierhalter sollte es selbstverständlich
sein, bei den ersten Anzeichen von Erkrankungen, deutlich verminderte
Aktivität, Appetitlosigkeit, tränenden Augen, deutlichen
Atemgeräuschen, verklebten Augen, verkrusteten Nasenöffnungen,
Niesen usw. den Tierarzt aufzusuchen.
Bei offenen Fragen oder Problemen wenden sie sich bitte an uns!
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